Stimmtraining

mit Claudia Schick

Starke Stimme – starke Wirkung

In Kommunikationssituationen setzt sich oft nicht der mit den besten Argumenten durch, sondern der, der sein Anliegen deutlicher und überzeugender vorträgt.
Das Gute ist: Präsenz kann man trainieren. Es ist nicht so, der eine hats, die andere nicht!

Studien (Fischbacher 2014) belegen, dass die Stimme im Gehirn des Gesprächspartners deutlich schneller verarbeitet wird als inhaltliche Aspekte. Da ist es nicht verwunderlich, dass bei der Studie von Motivforscherin Helene Karmasin (2006 ” Karrierefaktor Stimme”) folgendes herausgekommen ist:
91 Prozent der Befragten ziehen Bewerber*innen mit guter Stimme und Sprechweise anderen Bewerbern vor. 53 Prozent halten die Stimme in Bezug auf die Karriere für „bedeutend“. 23 Prozent halten die Stimme für eine Führungskarriere sogar für „sehr bedeutend“. Eine Führungskraft kann somit allein durch den gezielten Einsatz ihrer Stimme Mitarbeiter motivieren, Kritik üben, begeistern und Vertrauen schaffen.

Eine gute Stimme punktet: Bei Verhandlungen, Bewerbungsgespräch, Präsentationen. Face to face oder remote.

Was ist eine gute Stimme?

Eine gute Stimme ist eine vollklingende Stimme, in mittlerer Stimmlage, der sogenannten Indifferenzlage. Das ist die “Wohlfühlstimmlage”. Die mittlere Stimmlage wird als kompetent, sicher und angenehm wahrgenommen. Im Gegensatz zu hohen oder auch betont tiefen Stimmen. Dabei spielt es aber auch eine Rolle, ob jemand stimmlich sicher wirkt und seine Stimme gezielt und flexibel einsetzen kann. Eine „gute Stimme“ wird Menschen zugeschrieben, die mit kräftiger Stimme auftreten, klar und deutlich sprechen.
Eine gute Stimme ist also mehr als nur “Wohlklang”.

Das Ziel ist: prägnant und klar zu wirken, sich Aufmerksamkeit zu verschaffen im “Brustton der Überzeugung”, sich durchsetzen zu können, gehört zu werden, zu Wort zu kommen und, ganz wichtig natürlich, gut anzukommen.

Worauf beruht die Stimmlage?

Die Stimmlage „Die Höhe eines Tones” hängt von der Spannung, Länge und Dicke der Stimmlippen ab. Große Menschen haben längere Stimmbänder, kleinere Menschen, kürzere. Das ist die anatomische Grundlage. Das bedeutet aber auch, dass die Stimmlage, also die Tonhöhe in der gesprochen wird, von Sprecher*in zu Sprecher*in, abhängig ist von deren oder dessen Anatomie. Für jeden Menschen gibt es einen individuellen Stimmumfang. Er reicht von dem Bereich des tiefst- bis zum höchstmöglichen Ton.

Innerhalb dieses Stimmumfangs gibt es Frequenzbereiche, in denen die Stimmproduktion besonders locker und entspannt funktioniert.

In der Literatur wird dieser Bereich als “Indifferenzlage” verwendet. Die genauen Frequenzbereiche der Indifferenzlage weichen in der Literatur, je nach Autor, etwas voneinander ab. Oftmals wird dabei für Frauen der Bereich von 175 – 262 Hertz und für Männer der Umfang von 87 – 131 Hertz angegeben (Elke Saper 2016)

Dazu kommen noch situative Faktoren: wie fühle ich mich gerade, habe ich Stress, bin ich entspannt etc.

Was wird trainiert?

Stimmlage, Stimmqualität, Stimm-stabilität, Lautstärke, Resonanz, Sprechtempo, Modulation und Intonation

Wie trainieren wir?

Gruppentraining:

bis 8 Teilnehmer*innen individuell möglich mit Video-gestützter Analyse, größere Gruppen interaktiv

  • Körperhaltung
  • Atmung, der “Treibstoff der Stimme”.
  • Stimmlockerung
  • Resonanz/ Indifferenzlage: Das Fundament der Stimme
  • Stimmkraft/ Stabilität
  • Modulation
  • Artikulation
  • Transfer für die jeweils berufliche Situation: Vortragsstimme, Redeeinstieg, Kurzpräsentationen etc

 

Einzelunterricht:

  • Sprech- und Stimmanalyse, Video-gestützt
  • Persönliche Ziele
  • Körperhaltung
  • Spannungsaufbau
  • Zwerchfelltraining
  • Stimmübungen
  • Modulation
  • Artikulation
  • Intonation, was sage ich wie
  • Transfer für die jeweils berufliche Situation: Vortragsstimme, Redeeinstieg, Kurzpräsentationen etc

Lassen Sie uns daran arbeiten, dass auch Ihre Stimme noch besser wirkt!